Kristallhöhlen in Mexiko

 

Die Mine von Naica (spanisch: Mina de Naica) ist eine Berggrube in der Nähe der Stadt Naica im Bundesstaat Chihuahua im Norden von Mexiko. In der Mine wurden mehrere Höhlen entdeckt, in denen große Kristalle aus Marienglas (Selenit), einer Gipsart, gewachsen sind. Eine von ihnen, die Höhle der Kristalle, enthält 14 m[1] lange und bis zu 50 Tonnen schwere Kristalle. Diese stellen die größten auf der Erde bekannten Kristalle dar.[2]

Bergkristalle in Naica

Bergkristallhöhle in Naica

 

 

 

Geburtsstätte im Untergrund

Edelsteine entstehen tief im Erdinneren. Der Erdkern enthält die Bausteine der edlen Steine.

Das heiße, flüssige Magma ist nichts anderes als eine gewaltige Ursuppe von Mineralien.

Wenn Magma aufsteigt, kühlt es sich ab und durch den enormen Druck im Erdinneren beginnen sich Atome zu vereinigen.

Sie bilden Kristalle – im Falle von Edelsteinen mit sehr symmetrischer innerer Struktur und großer Reinheit.

So besteht der Diamant zum Beispiel ausschließlich aus Kohlenstoff-Atomen, angeordnet in einer regelmäßigen, quadratischen Gitternetzstruktur, die sich bei einer Temperatur von über 1000 Grad Celsius und einem atmosphärischen Druck von gut 40.000 bar Druck ausbildet (magmatische Entstehung).

Solche Bedingungen findet man nur im Erdinneren, in weit mehr als 100 Kilometer Tiefe.

Auch Topas, Rubin oder Saphir entstehen auf ähnliche Weise. Auch sie zeichnen sich durch Reinheit und einen besonderen Härtegrad aus. Nichts ist jedoch härter als ein Diamant. Er gilt als der "Unvergängliche" unter den Edelsteinen.

Kristalle können auch entstehen, wenn sich Temperatur und Druckbedingungen in bereits bestehenden Gesteinschichten verändern. Bei dieser "metamorphen Entstehung" kann neues Magma in Gesteinsformationen eindringen, zuvor feste Mineralschichten können sich neu strukturieren und Schichten mit einheitlichen chemischen Zusammensetzungen entstehen. So produziert die Natur zum Beispiel Smaragde oder Granate. Vulkanische Aktivität bringt all diese kostbaren Gesteinsschichten an die Erdoberfläche.

Das Erdinnere birgt zudem immer wieder Bereiche mit flüssigen mineralischen Lösungen. Verdampfen sie, können ebenfalls Edelsteine auskristallisieren. Türkise, Opale oder Malachite entstehen auf diese Weise, die sedimentär genannt wird.

Symbol für Reichtum und Macht

 

Wie entsteht Bergkristall?

Ein klarer Bergkristall bildet sich auch in den Gängen unseren Alpen aus heißer fast reiner Kieselsäure. Ca 40.000 Jahre dauert die Entstehung, wobei sich die Kieselsäurelösung nur sehr langsam abkühlt und das Wachstum endet.
Bergkristall gehört zur Mineralklasse der Oxide. Es handelt sich um einen fast reinen Kristallquarz (Siliciumdioxid). Kieselsäurelösung, die in unterirdischen Hohlräumen. Druck, Temperatur und Mineralstoffangebot sind Vorraussetzung. Auch der Zeitraum ist entscheidend.

Man kann manchmal sehen wie der Bergkristall weiter gewachsen ist, weil er neue "Nahrung" bekommt. Das kann Millionen Jahre dauern bis er weiter wächst. Dann ist ein Phantomquarz entstanden. Oft haben sich auf dem ersten Bergkristall andere Mineralien abgelagert und so sieht man die Grenzlinie.

Die Kristalle entstehen mit trigonalen Kristallsystem, sie haben also eine dreieckige innere Struktur. Das Kristall hat meist sechs Seiten und läuft nach oben spitz zu. Das Kristall ist ein Prisma. Sind die Kristalle nicht nachbearbeitet zeigen sie die typische Querstreifung, was mit seinem Wachstum zusammen hängt.