Auf meinen Spaziergang hinaus in die Natur, über Wiesen und Felder, komme ich an einen sehr großen Baum vorbei. Einen riesigen Baum. Er reicht  hinauf  bis zur Sonne. Es ist der Urweltenbaum – Yggdrasil.

Mit Mutter Erde warte ich  hier an diesen Urweltenbaum, und sie lädt mich ein, in die Innererde mitzureisen. Sie legt ihre Hände auf die Rinde und spricht mit den Hüter des Baumes. Sie zeichnet ein Symbol auf die Rinde. Die Tür zur Anderswelt öffnet sich.

 

Mutter Erde bittet mich einzutreten. Das Innere des Baumes ist überwältigend groß. Er erscheint innen noch größer als außen. Oder bin ich kleiner geworden? Im Inneren befindet sich so etwas ähnliches, wie ein Ur-Weltenbaum-Bahnhof.  Es sieht wie eine Transportations-Achterbahn aus. Mutter Erde bittet mich in einem Waggon Platz zunehmen.

Und schon beginnt die Reise hinab durch die dicken Wurzeln von Yggdrasil. Immer tiefer und tiefer geht die Fahrt. Vorbei an Wurzeln, Felsen und Steine, an fließende Gewässer, durch Felsenhöhlen und Sandgesteine.

Die Reise geht immer tiefer und tiefer hinein in das Reich, von Mutter Erde. Die Achterbahnfahrt endet ganz sanft,  im unteren Bereich des Urweltenbaumes. Ich steige aus und ich sehe mich um. Ich bin im inneren eines riesigen Baumes angekommen. Mutter Erde öffnet die Tür nach draußen, und bittet mich hinaus in die inneren Welten, von unseren Planeten.

Ich betrete die Natur und sehe mich um. Der Himmel – er ist so ganz anders als oben. Die Sonne strahlt – goldsilbern. Es scheint so, als ob hier der Mond mit der Sonne zu einer Einheit verschmolzen ist. Der Himmel ist gold-gelb-orang-rot bis magentafarben. Die Berge sind riesig – silbergrau. Vögel, die  aussehen wie Urzeitvögel, Flugsaurier und Flugdrachen. Aber auch kleine Singvögel sind hier, die ihre Lieder trällern. Und ein leichter warmer Wind weht mir entgegen. Er streichelt meine Haut und spielt mit meinen Haaren.

Der Horizont wölbt sich hier – wie in einer riesigen Schüssel nach oben. Man könnte fast meinen – man sieht die andere Seite – das Gegenüber – drüben auf  der andere Seite dieser riesigen Schüssel. Und wenn ich nach oben sehe ... steht alles auf dem Kopf - ohne herunter zufallen.

Plötzlich spüre ich eine kleine Hand, die sich ganz zaghaft in meine Hand schiebt. Ich spüre kleine  Finger.  Ich sehe nach unten. Dort steht ein kleines Wesen. Es ist ein Troll. Mit lustigen großen kugelrunden Augen, eine Knollennase. Die feuerroten Haare stehen ihm zu Berge, um beim Lachen hüpft sein kleines Bäuchlein lustig auf und ab. Mutter Erde hat ihn zu mir geschickt, damit er mich durch ihr Reich führt.

Er bringt mich zu einen Früchtebaum. Ein intensiver, süßer Duft strömt mir entgegen. Die Baumdeva  erlaubt mir, von seinen Früchten zu essen. Die Früchte ähneln unseren Birnen und Äpfel, sehen aber anders aus. Es sind verschiedene Fruchtsorten an diesen Baum. So, als ob alle Früchte unserer Erde hier auf einen Baum wachsen würden.

 

 

Ich darf mich nach Herzenslust satt essen. Mit all meinen Sinnen nehme ich diese Köstlichkeiten in mich auf. Mit jedem Bissen explodieren die Geschmacksknospen in meinem Mund.  So etwas herrliches hab ich noch nie gegessen.

 Mein kleiner Reiseführer bitten mich nun wieder mit ihm weiterzuziehen. Es gibt noch so viel zu sehen. Wir wandern über Berge und Täler und alles geht in Leichtigkeit, ohne Beschwerden. Ich bin mit meinem Bewusstsein so mit meinem Begleiter verschmolzen, dass ich in Windeseile alles durchwandern und doch alles in mir aufnehmen kann. So, als ob ich ganz langsam durch die Lande ziehe. Es ist eben die Anderswelt, hier ist einfach alles Anders.

Ich komme an einen riesigen, tiefen See an. Er ist dunkel-bis-hellgrün und strahlt eine ganz besondere Schwingung aus.

Neugierig sehe ich mir diesen See an. So etwas habe ich noch nie gesehn und gefühlt. Es ist, als ob der See mich einladen würde, in ihm zu baden. Und ich weiß, wenn ich das tue, werde ich von seiner Energie gereinigt und gestärkt. Es ist das Urquellwasser von Hyperborea.

Ich tauche ein in die Fluten des Meeres. Delfine kommen mir entgegen. Sie laden mich ein mit ihnen zu schwimmen. Ich darf auf meiner Delfinin reiten.

 

Und die Reise beginnt. Wir tauchen ein, immer tiefer und tiefer, hinab in das Reich des Urquellwassers. Ich schwimme mit und wie die Delfine, ich atme wie die Delfine. Sie zeigen mir ihre Reiche. So wie an Land mit meinem Begleiter, reise ich hier mit den Delfinen und trinke und fülle mich auf, mit der Energie des Urquellwasser von Hyperborea. Ich kann die Unterwasserwelt betrachten, auch begegnen uns urzeitliche Wesen. Ich glaube sogar, das Nessie von Schottland hier seine Heimat hat.  Und nach ewigen Zeiten, so scheint es mir, tauchen wieder auf, aus den Tiefen.

Ein tiefer Ton ist zu hören. Das ist Zeichen, dass unsere Reise zu Ende geht. Ich muß wieder an das Ufer, dort wo mein kleiner Reisebegleiter bereits auf mich wartet. Er hüpft am Ufer umher und freut sich, dass ich wieder zurückkomme. Wir verabschieden uns von den Delfinen. Ich bedanke mich für diese wunderbare Reise. Ich sehe meiner Delfinin in die Augen und erkenne ihre Seele, und ich weiß, wir sehen uns wieder, so wie es auf unserer Seelenebene besprochen ist.

Wir gehen denselben Weg zurück, den wir gekommen sind. Am Urweltenbaum wartet bereits Mutter Erde auf uns. Ich verabschiede mich von den Elfen, Feen, Zwergen, Gnomen, Trollen und Devas, die ich auf meiner Reise kennengelernt  haben. Mutter Erde und ich steigen ein in die Transportations-Achterbahn vom Urweltenbaum Yggradsil. Mutter Erde begleitet mich wieder nach Hause zurück.

 

Mit meinen vollen Bewusstsein nehmen ich Abschied von der Anderswelt. Ich atme ganz tief ein und aus, um all das, was ich erlebt und gesehen habe, tief in mich aufzunehmen.  Wir sehen die Innererde an uns vorbeiziehen. Die Rückfahrt geht vorbei an Felsenhöhlen, Sandgestein, innere Gewässer, dicken Wurzeln. Ich atme alles ganz tief in mich hinein, damit ich mir alles merken kann. Wir kommen oben an. Die Achterbahn hält wieder ganz sanft, ihre rasende Fahrt an.  Wir steigen aus. Mutter Erde öffnet mir die Tür, hinaus, auf die  Obererde. Ich sehe wieder unsere Sonne, unsere Berge, Wiesen, Seen und Wälder.

Ich atme die Luft ein, immer tiefer und tiefer. Ich verabschiede mich von Mutter Erde und vom Urweltenbaum Yggdrasil und bedanke mich, für die wunderbare Reise nach Innererde.

Ich sehe Mutter Erde in ihre Augen, ich sehe bis in ihre Seele, es tut so gut. Wärme durchflutet mich. Es ist, als ob ich in ihren Augen versinken würde. Sie umarmt mich. Dank dir - liebe Mutter Erde.

Ich gehe den selben Weg zurück, den ich vor meiner Reise gegangen bin. Und ich denke nochmals an die Reise nach Innererde zurück ... an die wunderschönen Erlebnisse ... mit meinem Troll und mit meiner Delfinin.