Baumwipfel vom Mammutbaum im Achental, © Barbara Oppitz

 

 

Eine Geschichte ... von Frau Rübezahl erzählt :-)

 

Es war einmal vor einigen Jahren, da bin ich mit meinem Mann - dem Waldschrat ;-) - in dem Wald gegangen, um Brennholz zu sammeln.

Jedes Frühjahr gingen wir gemeinsamen in das Holz. Vom Förster bekam mein Mann eine Parzelle im Forst zugewiesen, wo wir ohne Probleme das Brennholz herausholen durften.

 

 

Mystische Wälder© Barbara Oppitz

Während mein Mann die Baumstämme in 1-2 Meterlange Stücke mit seiner Motorsäge zerkleinerte - bearbeitete ich die kleineren Äste und Zweige.

Und manchmal ging ich auch im Wald spazieren... wenn momentan keine Zweige und Äste für mich da waren.

So auch an diesem Tag - wo ich das kleine Volk vom Wald kennenlernen durfte.

Ich ging also allein im Wald spazieren. Ich hatte mir diesesmal einen besonderen Bergkristall mitgenommen, vielleicht bot es sich ja an - eine Stelle im Wald mit Energie zu versorgen. Grad wenn große Teile vom Forst mit dem Harvester (Holzvollernte-Maschine) durchforstert werden, wird so manches Gebiet doch stark verletzt.

Bergkristalle sind hier gerade richtig, um zu helfen.

Auf dem Forstweg, lies ich meinen Füßen freien Lauf. Ohne zu denken, ging ich einfach drauf los. Es war angenehm warm - leicht windig. So kam ich an eine Stelle wo ein kleiner freier Platz war - und ich einen Hinkelstein entdeckte. Er stand aufrecht, wie  vom Obelix abgestellt.

Dieser kleine Hinkelstein erschien mir gerade das richtige Objekt - für meinen Bergkristall-Heilstein, zu sein.

So stellte ich den Bergkristall auf den Hinkelstein und fragte ihn, ob er denn die Heilungsenergie vom Bergkristall haben und auch nutzen wolle.

JA ... kam als Antwort. So erlaubte ich dem Hinkelstein, dass er sich mit meinem Bergkristall anfreunden, die Energien austauschen könne.

 

 Ein Baumwurzelmann begleitet mich

 

 

Dann lies ich die beiden allein - denn dazu brauchen sie mich nicht.

Gedankenfrei setzte ich meinen Weg fort. Nahm die Düfte des Frühling-Waldes in mich auf, hörte den Waldvögeln zu ... als ich plötzlich vor mir auf dem Weg ein Laubblatt entdeckte, dass vor mir  herhüpfte...

... grad so, als ob der Kobold "Pumuckl" etwas nach Hause tragen würde .. genauso sah es aus....

Dieses Laubblatt hüpfte also vor mir auf den Weg hin und her, damit ich auf ES aufmerksam wurde. Es kam mir so vor, als wollte ES mir den Weg zeigen - wo ich hingehen soll.

Es blies kein Wind in diesem Waldstück ... es ging überhaupt kein Wind - es war Windstill - und doch bewegte sich das Blatt in geringer Höher über den Waldweg vor mir her.

Ich entschloss mich also, diesem Blatt zu folgen.... und schwupps ... wurde ich gedanklich zum Rübezahl. Auf meinem Spaziergang durch den Wald, hatte ich einen schönen Ast gefunden, der sich mir als Spazierstock geradezu angeboten hatte. So ging ich also mit meinen knorrigen Stecken durch den Wald - immer hinter dem hüpfenden Blatt her...

Das Laubblatt führte mich in einen Teil des Waldes, wo es sehr geheimnisvoll, mystisch war.

Die Sonne lies ihr Licht, in feinen Streifen zwischen den Baumspitzen herein strahlen... und berührte den Waldboden, der mit viel Moos bedeckt war. Der moosgrüne Teppich, leuchtete fast Goldgrün. Die Tautropfen glitzerten, wie viele kleine Diamenten im Sonnenlicht. 

Die Farnblätter kringelten sich gerade alle aus - es war Frühling und alles erwachte zu neuem Leben.

Farnkraut von Dagmar Semet-Kreuz. Pixelio.de

So spazierte "Rübezahl" durch den Wald - ich mußte schon selbst über mich grinsen... "Frau Rübezahl" ... tztz ... geht hinter einen hüpfenden Blatt her. Kaum hatte ich das gedacht, bemerkte ich seitlich -  schemenhaft,  kleine Wesen... Und immer wenn ich sie genau anschauen wollte, waren sie weg. Nur aus den Augenwinkeln heraus, konnte  - nein - durfte ich SIE sehen...

Die Wald-Zwerge, die kleinen Waldwesen... die nun mit ihrem Rübezahl - nein - mit Frau Rübezahl unterwegs waren.

Ich "spürte" SIE mehr, als ich sah. Bemerkte wie sie mich beobachteten, denn anschauen durfte ich SIE ja nicht ... nur so seitlich erkennen. Sie lachten und freuten sich über meinen Besuch. Über den Besuch von Frau Rübezahl.

In dieser kleinen lustigen Runde, fühlte ich mich sehr gut aufgehoben und beschützt. Ich hörte sie auch sagen: "Endlich ist Rübezahl wieder da. So viele Jahrhunderte mußten wir auf seinen Besuch warten."

Das ich eine Frau bin - störte die kleinen Burschen überhaupt nicht. SIE hatten keine Angst vor mir...

Naja, ich sah wahrscheinlich wirklich wie der Rübezahl aus. Mit dicken Arbeitsstiefeln, langer Jacke, einen Filzhut ... und einen knorrigen langen Stecken. Ich mußte selbst über mein Aussehen lachen

 

Plötzlich hüpfte das Blatt in andere Richtung, bog in einen kleineren Weg ein. Fast hätte ich es übersehen. Ich ging dem Blatt nach und sah, dass es in eine kleine Grube hinunter ging... Es sah wie ein kleiner aufgelassener Steinbruch oder eine Sandgrube aus... mitten im Wald.

Das hüpfende Blatt blieb am Boden liegen und schien auf mich zu warten. Es war eindeutig. Mein kleiner Wegweiser wartete auf mich. Also ging ich auch den kleinen abwärtsführenden Weg hinunter ...

Auf einmal spürte ich  eine Welle der Angst und des erschreckens. Ich blieb sofort stehen - weil ich nicht wußte, wo diese Wahrnehmung so urplötzlich herkam.

Ich schaute mich um. Blieb stehen wo ich stand. Das Blatt hüpfte weiter - die Waldzwerge die mich bisher begleiteten, liefen an mir vorbei ... und teilten ihren Familien mit, dass sie keine Angst zuhaben brauchten.

Der Rübezahl ist endlich zurück und komme sie besuchen.

Ich blieb wie angewurzelt stehen. Lies mich von den verschreckten Waldbewohnern aus der Ferne begutachten - beschnuppern.

Rübezahl??? Ja gab es denn den wirklich?

So ging ich langsam, Schritt für Schritt, um ja niemanden mit meinen großen Stiefeln zu treten. Ich vernahm aus den Augenwinkel heraus, viele verschwommene Bewegungen war. Ich traute mich garnicht genau hinzuschauen, vor Angst - der ganze Zauber wäre dann sofort zu Ende.

Ich sah die steile Felsen-Erdwand die mit viel Gras und Gebüsch überwuchert war ... erkannte dort so manchen Höhleneingang, nicht groß - aber groß genug, damit die kleinen Leutchen hinein konnten. Die Kinder kamen zuerst  in meine Richtung ... Einige lugten ganz vorsichtig hinten den Kleidern der Mütter hervor...

Es war eine kleine liebevolle Gemeinde ...

Ich hielt mich ganz still und lies mich betrachten...  und auch ich durfte sie nun genau anschauen... immer mehr konnte ich erkennen.... Sagen traute ich mich nichts ... sonst würde ich wahrscheinlich aus meinen Traum erwachen....

Plötzlich viel mir ein - ich hatte ja noch einen kleinen Bergkristall bei mir .. den ich mir noch schnell zu Hause eingesteckt hatte - ohne zu wissen für was....

NUN wußte ich es... Ich griff langsam in meine Jackentasche und richtet meine Gedankenkraft auf den Bergkristall.... und mir wurde als Antwort ein JA übermittelt... der Bergkristall wollte als Geschenk hier bleiben...

Meine Gedanken kamen gut bei dem kleinen Volk an... und so legte ich den Bergkristall auf eine kleine Erhöhung.

Ich bedankte mich recht herzlich in Gedanken - verbeugte mich aus Dankbarkeit und Wertschätzung, vor den kleinen Leutchen. Was sie hüpfend und tanzend beantworteten.

Ich schaute mich nochmal um - damit ich diesem Platz ganz bestimmt nicht mehr vergesse. Ob ich in Heute wieder finden würde, weiß ich nicht ... in diesem Gebiet sammelten wir kein Holz mehr. Das war eine einmalige Gelegenheit. Für beide Welten!

Aber in meiner Erinnerungen .... bin ich öfter dort gewesen ... so wie jetzt auch - beim Schreiben... und es geht ihnen gut... das fühle ich...

Auf dem Rückweg ging ich dann allein... ohne hüpfende Begleiter. Meinen Weg zurück fand ich selbst. Die Sonnenstrahlen - der grüngold leuchtende Moosteppich - die sich ausrollenden Farnblätter ... ach war das herrlich... Mystisch ...

Später ging ich dann den Weg nochmal mit meinen Mann, und zeigt ihm die grünen Farnwedel, das Moos - die Stille - nur die kleinen Wesen - die waren nicht mehr zu sehen...

Mein Mann sagte - ja hier war ich auch schon mal  - als ich diese Gegend nach Holz absuchte... hier ist es sehr schön. So ruhig.

 

Meinen Bergkristall auf dem Hinkelstein hab ich wieder mit nach Hause genommen. Der Hinkelstein hat die ganze Energie eingetauscht - so wie es im Universum üblich ist. Ein Austausch der Energien.

So ging Frau Rübezahl wieder in ihr Leben zurück - zu ihren Kindern, in ihre Welt - wo viel Lärm um NICHTS ist - wo es aber auch so manches mal, den Frieden zu spüren gibt.

Liebe Seele, wenn du das hier liest, nimm es in dich auf. Und wenn du in der Natur draussen spazieren gehst - und ein Blatt vor dir herhüpft - so bedenke - es könnte auch für dich eine schöne Reise werden - wenn du diesem Wegweiser einige Schritte folgst ...

Achte darauf, wo dieser Weg dich hinführt ...

Achte darauf, dass du dabei keinen auf die kleinen Füße trittst.

So wünsche ich Dir, geliebte Seele, eine schöne Reise hier auf unserer Erden, und komme gut an, wo immer DU auch hingehst.

 

    von Barbara Oppitz