Ein kleiner rosafarben eingerahmter Spiegel mit einer kleinen Maske drauf, sieht irgendwie geheimnisvoll aus. Du kannst dein Spiegelbild darin nicht richtig erkennen, weil diese kleine Maske genau in der Mitte des Spiegel drauf geklebt wurde. Kleine Federn umspielen die rosafarbene Maske. Dieser kleine Maskenspiegel war lange Zeit auf dem Speicher – weggeräumt. Bei der Entrümpelung desselben, tauchte er aus den Tiefen des Vergessenseins, einer alten Schachtel auf. Mein lieber Mann fragte mich: kannst du des Ding für irgendwas gebrauchen?  Sonst tu ich es zum Flohmarkt.   Ich sagte zu ihm: ach tu ihn weg, wer will denn so einen Spiegel haben? Schaute mir dieses Stück dann doch genauer an ….

 

Und entdeckte … dieses Teil will mir etwas zeigen …

erzählen….

 

Ich will in den Spiegel schauen – doch das geht nicht – da ist ein anderer zu sehen. Jemand den ich nicht so richtig erkennen kann. „Etwas“ wurde auf den Spiegel geklebt… es ist kleine venezianische Maske. Sie sieht mich mit großen  Augen an. Dieses Maskengesicht, trägt ein Geheimnis in sich.

 

Die kleinen Feder um das Maskengesicht herum sind verstaubt, genauso wie der Spiegel selbst auch. Ich versuche ihn vorsichtig zu reinigen ohne die Federn zu zerstören.

Vergeblich versuche ich mich  darin zu sehen, immer ist die Maske im Weg. Die Maske zeigt ein geheimnisvolles Gesicht – ohne Augen. Wenn du in ihre Augen siehst, könntest du dich selbst erkennen – im Spiegel – wenn es einen „Durchblick“ geben würde!

Was will der „Erzeuger“ dieses Spiegels mir damit sagen!? Er hat sich bestimmt etwas dabei gedacht, als er dieses Teil kreierte. Er, der Spiegel und sein Erzeuger, bringen mich zum Nachdenken.

Wie oft schauen wir in den Spiegel und erkennen uns selbst nicht?

Wir maskieren uns selbst, um nicht erkannt zu werden.

Warum tun wir das?

Welche Rollen wollen wir damit spielen?

Was wollen wir mit dieser Maske sagen, „ausdrücken“, verbergen?

Will ich mich vor mir selbst verstecken?

Damit ich mich nicht selbst erkenne?

Mich selbst nicht bei meinem Namen nennen?

Oder verstecke ich mein eigenes Selbst, mein „Aussehen“ vor anderen Menschen-Masken, die genauso wie ich, sich selbst hinter Masken verstecken – um nicht entdeckt zu werden?

 Spieglein, Spieglein an der Wand,

wer ist die schönste Maske, in deinem Land?

 

 Warum tun wir Menschen-Masken … oder Masken-Menschen dass?

 

Überlegen!   

                    Hineinfühlen

                                           Wahrnehmen!   

Beachten!

                                 Erkennen!

                                          Annehmen!    

  Und  dann?

…  kann die De-Maskierung beginnen!

 Ja! So geht es … und was kommt dann?

 Bin ich dann verletzbar geworden?  

Wenn ich mich so zeige, wie ich mich gerade selbst entdeckt habe?

Wer will mich dann noch anschauen, wenn ich meine Maske abgelegt habe?

Ja, erkennt mich dann noch überhaupt … Irgend-Jemand?

Ich kann es ja mal versuchen … ausprobieren … und wenn mich keiner kennt … dann kann ich ja … wenn ich will … die Maske wieder aufsetzen!  Aber will ich das denn dann noch? 

 

Ich kann ohne meine Maske viel besser … atmen

Ich kann ohne meine Maske viel besser … sehen

Ich kann ohne meine Maske viel besser … riechen

Ich kann ohne meine Maske viel besser … wahrnehmen und erkennen

weil der alte Mief der Maske meine Wahrnehmung nicht so beeinträchtigt, vernebelt.

Mein Rundumblick ist freier geworden, da die Maske mein Blickfeld nicht einengt.

Ich kann viel freier Lachen und Grimassen machen…

Ich kann besser sprechen und muß nicht so nuscheln

Die anderen Leute brauchen um mich herum nicht so zu tuscheln

Weil sie mich besser verstehen … können wir miteinander durchs Leben gehen

 

So hat mir der kleine lustige Spiegel

Genommen meinen kleinen „Igel“

Der mich schon lange Zeit beengte

Jetzt mir aber durch sein erscheinen,

meine Freiheit mir schenkte

Die Maske hab ich  mir entfernt

Ich habe sehr schnell daraus gelernt

Ich muss mich nicht verstecken

hinter irgendwelchen Hecken

Ich muss nicht versuchen ...... mich ständig selbst zu suchen                                                                                      

 

 

 

 

Ich trage mein Gesicht nun voller Würde

durch mein Leben, ohne Hürde!!!

 

 
Liebste Barbara,

Du hast das wieder ohne Wenn und Aber auf den Punkt gebracht. Genauso habe ich mich mein Leben lang gefühlt. Nicht eine sondern ganz, ganz viele Masken auf meinem Gesicht. Je nachdem mit wem ich gesprochen habe und zu tun hatte.

Diese Masken habe ich nach und nach fallen lassen. Heraus kam Beate, die keine Angst mehr hat. Selbst Fabea war ja eigentlich  noch eine Maske, hinter der ich mich auf meiner Webseite verborgen habe. Damals habe ich das auch schon erkannt.

Ich habe das sogar schon als Kind erkannt, das ich ohne Maske nicht auf dieser Welt bestehen kann. Und warum habe ich mich hinter einer Maske verborgen? Warum verbergen wir uns alle hinter Masken?

Weil wir geliebt werden wollen, nicht mehr und nicht weniger. Es ist einfach. Liebe können wir nicht empfangen, wenn wir uns nicht selbst lieben. Wenn wir das tun, brauchen wir keine Liebe im Außen, sie kommt dann von Außen von ganz allein.

Liebste Barbara, Deine Geschichte ist wie immer vollkommen und wunderschön, aber eigentlich keine "lustige" Geschichte, sondern eine Geschichte, die eine tiefe Erleuchtung und Erkenntnis beinhaltet. Oder vielleicht gerade deswegen, weil sie uns in Liebe und voller Freude von Dir erzählt wird.  
 
Ich umarme Dich voller Liebe und Freude liebste Sternenschwester. Danke das Du mich immer an Deinen Erkenntnissen teilhaben lässt.
 
deine Fabea